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Einführung der LOA V erfolgt frühestens Mitte 2023

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LOA Plakat

Die Einführung der LOA V erfolgt aufgrund des noch ausstehenden neuen Vertriebsanteilmodells frühestens Mitte 2023. Die Befähigung der Apotheken-Teams und die weiteren Projektaktivitäten werden umgeplant.

Die Revision des Vertriebsanteils, welche ein Teil des Gesamtpaketes der LOA-Revision ist, zeigt sich weiterhin als Herausforderung. Die Abhängigkeit zum Vertriebsanteil und die zögerliche Haltung, die Fehlanreize im System zu beseitigen, führen zu einer erneuten Verzögerung der Einführung des Gesamtpaketes (Neues Vertriebsanteilsmodell und LOA V).

Bundesrat Berset hatte Anfang Mai 2022 alle betroffenen Stakeholder zu einem Meeting eingeladen, in welchem das weitere Vorgehen zur Revision des Vertriebsanteils besprochen wurde. In mehreren Folgemeetings erarbeiten nun die betroffenen Stakeholder, neu unter der Leitung des Eidgenössischen Departement des Innern (EDI), bis Anfang Juli 2022 eine Kompromiss-Lösung für ein neues Vertriebsanteilsmodell.

Unter diesen Voraussetzungen ist die Einführung eines neuen Tarifmodells LOA V auf 1. Januar 2023 nicht umsetzbar. Eine aktuelle Wahrscheinlichkeits- und Risikobeurteilung führten im Vorstand und Projektteam zur Erkenntnis, dass die Einführung der LOA V frühestens per 1. Juli 2023 zu planen ist. Die Delegierten wurden im Rahmen der Delegiertenversammlung vom 16./17. Juni 2022 bereits dahingehend informiert.

Die Befähigung der Apothekenteams wird bei einer Einführung per 1. Juli 2023 auf den Frühling 2023 verschoben. Bei einer erneuten Verschiebung der Einführung auf Anfang 2024 würde die Befähigung im Herbst 2023 durchgeführt. pharmaSuisse informiert Sie zu gegebener Zeit über Details und Umsetzung.

Die Tarifpartner curafutura, santésuisse und pharmaSuisse werden zu gegebener Zeit das entsprechende Verlängerungsgesuch beim Bundesrat einreichen, damit während der gesamten Zeit bis zur effektiven Einführung der LOA V, die Leistungen weiterhin nach der Tarifstruktur LOA IV/1 abgegolten werden.

pharmaSuisse bedauert sehr, dass die Tarifpartner erneut im Ungewissen gelassen werden. Damit werden eine gut durchdachte, breit abgestützte Lösung sowie die Stärkung der Grundversorgung und die Entlastung der Prämienzahler weiter hinausgeschoben.

Dominik Frey

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Dominik Frey
Abteilungsleiter Tarife, Daten und Digitalisierung
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